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STELLA im Schauspiel Frankfurt.

Die doppelte Persönlichkeit des Schauspielers ist etwas, um dass man im besten Fall weiß, und es ist  durchaus in der Lage zu irritieren, aber meistens jedoch, bekommt man davon nichts mit. Ein Schauspieler ist im Moment des Schauspielens gleichzeitig Produzent und Produkt. Die Körperlichkeit kann er nicht verstecken, soll doch aber im Glauben mancher vollkommen hinter seiner Rolle verschwinden. Was wir sehen ist eine Präsentation, eine Figur, eine Imagination, während die Persönlichkeit des Schauspielers verborgen bleibt.

Was aber – wenn folgendes passiert: der berüchtigte Einbruch der Realität.Wie passiert in Frankfurt, in einer Vorstellung von Stella.Die Verhältnisse sind aufgedeckt, die Ménage-à-trois liegt in der Luft, es wird gekämpft und verzweifelt, und Stella in der Erscheinung von Valery Tscheplanowa fängt an zu flimmern, als ein kleines, aber besonders Wort gesprochen wird, das man im Theater äußerst selten zu hören bekommt: Text!

Die Souffleuse gibt den Einsatz, Tscheplanowa spricht weiter und Stella kommt zurück. Der Moment der Irritation, der nur sehr selten vorkommt. Und während der Moment vergessen wird, wiederholt er sich noch ein paar Mal. Die Figur der Stella ist in diesem Augenblick des Stückes an einem Punkt, an dem sie mit Worten nach Luft ringt. Sie ist in Ekstase, sie ist verzweifelt, sie sucht nach antworten, sie will nicht nicht einfach für wahr halten und doch an das glauben, was ihr widerfährt.

Vermeintlich fällt Valery aus Stella heraus. Das Paradox der zwei Persönlichkeiten konnte leichtfertig ignoriert werden, nun aber ist sie nicht auszublenden – die Schauspielerin. Was macht das mit Stella, ist sie verschwunden?

Man meint zu sehen, wie Valery Tscheplanowa sichtlich entrüstet ist von ihrer Panne und wie sie versucht, sich wieder in ihre Rolle, in die Ekstase zu bringen. Am Schoß von Fernando kniend, nimmt dieser sie in die Arme und versucht sie zu besänftigen. Versucht Fernando Stella zu beruhigen, an einer eigentlich suspekten Stelle dafür, oder versucht Marc-Oliver Schulze Valery Tscheplanowa zu beruhigen, weil sie vielleicht zu energisch auf die Panne reagiert?

Sie steht auf. Sie spricht mehr Worte über eine leidenschaftliche Verzerrung, wieder fragt sie nach Text, die Souffleuse gibt Worte rein. Sie kommt an die Rampe, mit geschlossen Augen gräbt sie sich in ihren Worte, schluchzt und schreit und spuckt sie heraus, als würde jedes Wort schmerzen, als wollten die Worte gar nicht heraus. Als müsse der eigene Körper überwunden werden. Bewegung, um der Anspannung zu entkommen, ein wie elektrisierter Körper. Dann verlässt sie die Rampe und kniet vor der ersten Reihe, vor der Souffleuse, nah an den Worten die Hände auf  Boden gestützt und nach Luft ringend. Sie sitzt im halbdunkel, kein Scheinwerfer, der sie an dieser Stelle noch erwischt. Sie steht auf und bewegt sich taumelnd zurück zu Rampe. Mir ist schwindelig, mir ist so schwindelig, sagt sie.

Sie setzt sich auf die Rampe und verstummt langsam. Mir ist so schwindelig. Ein kurzer Moment der Ruhe, ein kurzer Moment, um aus dem Staunen zu kommen, und die innere Spannung abzubauen.

Wer ist sie? Sie, dich nach Luft ringt und sagt, ihr sei schwindelig. Beiden Persönlichkeiten nehmen wir die Aussage ab. Stella sowie auch Valery. Es liegt ein unheimliches Knistern in der Luft, weil man zunächst nicht weiß, was es eigentlich war, was man erlebt hat. Das vielleicht zufällige Auftreten einer Panne in einer dafür dramaturgisch hervorragend geeigneten Stelle, bewirkte eine unheimliche Symbiose. Während man sich unsicher wird, wenn man zuhört und wem schwindelig ist, verflüchtigt sich die Frage danach allmählich in dem Verschwinden beider Persönlichkeiten in einen einzigen Akt der Transformation, welcher letzten Endes ein umso stärkeres Bild der Stella produziert. Der Riss der Illusion, den die Panne zunächst produziert, wird gerade durch den doppelten Boden, der Verzweiflung der Valery, die der Stella so sehr ähnelt, wieder hergestellt und bindet sich durch die vermeintlich reale Untermalung umso mehr in unser Verständnis.

Es mag eine Methode sein, den fehlenden Text zu überspielen und den kommenden wieder in den Körper zu bekommen. Es bleibt aber ein Riss in der sich in Sicherheit geglaubten Wahrnehmung der Zuschauer. Wenn man sich darauf einlassen wollte, auf das Spannungsfeld der Unsicherheit, dann war es möglich soweit in Bann versetzt zu werden, dass einem möglicherweise gar der Atem stockt.

Valery scheint schließlich ganz verschwunden zu sein, sie kommt nicht zum Schlussapplaus, während die Kollegen beim Verbeugen noch ein Teil ihres (oder Stellas) Kostüms hochhalten. Stella oder Valery: wer spielt wen und wer verschwindet hinter wem?

Großartig sind sie, diese unkontrollierbaren Momente, ob gespielt oder wahrgenommen. Das versteht sich als Plädoyer für die Panne, für den Einbruch. Für den Zauber der Ekstase, dem jedes Mittel recht sein sollte. Der dankbar ist für Momente wie diesen.

Stella

Link: Stella. Ein Schauspiel für Liebende.

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Wunsch(t)raum

Im Theater. Ein großer, imposanter Raum. Hohe Decken, weite Tiefen. Gefüllt mit Menschen. Mit vielen Menschen. Randvoll, jeder einzelne Platz besetzt, vielleicht die Treppen auch bevölkert. Aber still, gespannt und den Blick zur Bühne gerichtet. Lange, so lange es eben dauert. Dabei kann der Verstand sich forttragen aus der Lethargie des Körpers und das Herz auf Reisen gehen und sich wünschen, von diesem einen Ort, aus dieser Stimmung, nie wieder fort zu müssen. Manchmal wird man derart beeindruckt, derart verzaubert und erstaunt, dass man am Ende gar nichts sagen möchte, dass man die so eben gesprochenen Worte nicht stören will, wie sie noch durch die Theaterluft fliegen. Die Bilder nicht stören, wie sich im Raum entfalten. Manchmal ist man so erstaunt und so glücklich über diesen Moment, dass man möchte, er bleibe einem immer genau so in Erinnerung, mit dieser ausklingenden Gelassenheit, mit der eine Vorstellung leise einfach verschwindet und nun mehr in einem selbst weiterlebt.

Wie gerne würde ich in einem solchen Moment erleben, wie es 700 anderen Menschen ebenso geht, wie wir alle zusammen in Ruhe genießen und die Vorstellung und diesen Moment einfach so lassen, wie er ist, zufrieden und beglückt.

Das ist zu viel verlangt. Vermutlich.

Das Theater lebt von Konventionen. Am Ende wird applaudiert, was auch komme. Die einzige konventionelle Handlungsfreiheit ist das Klatschen am Ende des Abends, wer will darauf verzichten, wer kann darauf verzichten. Der Schauspieler lebt davon.

Manchmal schließe ich die Augen und halte fest. Oder warte, bis der Applaus verstummt und alle gegangen sind. Dann schaue ich durch den Raum und hoffe noch etwas von dem Abend zu erblicken, etwas, dass noch nicht verflogen ist, und grinse vergnügt in diese Richtung.

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Selbstentwurf

Das alte Lied von dem Widerspruch des Selbst. Hallo Du. Hallo Ich. Hallo Hallo. Hat jemand etwas gesagt? Warum denn auch. Einmal eine Stunde Ruhe vor dem Selbst oder einmal so in Widerspruch, dass unausweichlich ein Lachen über dich kommt und dich egal macht. Deinem Widerspruch einfach widerspricht. Weil es so ernst geworden ist, dass man nur noch lachen kann. Es kann nur sich nur um Spiel halten. Sollte es diese Widersprüche wirklich geben, dann ist alles Spiel ein Ernst und aller Ernst ein Spiel. Dann geht Nichts nur wenn Alles zugleich. Warum grüßt man sich nicht mehr. Sind wir zuviele geworden? Guten Tag. Hallo Du. Hallo Ich. Es waren einmal zwei, die waren sich gar nicht so verschieden, dann kann noch einer dazu und sie waren drei. Scheiße. Jetzt haben sie ein Problem. Zweckentfremdung: Bierkrüge mit Deckel stehen im Regal und werden angeschaut. Getrunken wird aus ihnen lange nicht mehr. Zwecküberschreibung: Bierkrüge mit Deckel stehen im Regal und werden angeschaut. Getrunken wird aus ihnen lange nicht mehr. Warum Vögel gerne geschwungene Linien fliegen und keine harten Ecken. Das tut alles nichts zur Sache. Immer wenn dann nicht. Immer wenn dann umso mehr.

möwe

es soll BUNT werden…

… in nächster Zeit.


grün

pink

türkis

gelb

Nach dem Joggen.

„Du bist gut gelaufen, konstantes Tempo und einfach durchgehalten.“

„Du bist aber auch ein super Mitläufer.“

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Sonntagnachmittag.

Ein Vater und sein 5-Jähriger Sohn auf dem Fahrrad am See. Der Sohn leicht hinten. Es kommt eine kleine Gabelung. Der Vater fährt rechts.

„Fahr hier lang!“

Der Sohn fährt links entlang.

„Fahr dort lang!“ ruft der Vater dann hinterher.

Hauptsache, man verliert nicht die Kontrolle.

Rettung-pola

Gibt es noch Rettung? Und wer will überhaupt noch gerettet werden, überhaupt hat man sich damit abgefunden. Denn jede Rettung ein anderer Untergang, nur eine Verschiebung der Auswahl, immer wieder die selbe Kontinuität und dann weiter weiter weiter. Wer schafft es herauszugehen und dabei nicht nur den Raum zu wechseln? Wer schafft es auszusteigen und verliert sich dabei nicht in die nächste Verstrickung. Tor 1 oder Tor 2? Sieht man genau hin, ist die Rettung zu Greifen nahe, aber bitte auf keinen Fall anfassen. Auch nicht riechen. Bloß nicht daran riechen!

hirzlerz

Sein meinen Ideen den den Wald aber er weiß nicht in wieso dann. Interessanter Weise weiß ich auch nicht wieso, aber was ich weiß – Dianas ist das eigentlich was ich weiß – im Hände fällt im Bild Defekts immun sein wird diese Zeit informieren wir seit daher der seit dem Endeffekt danke Allah hier festes Vernunft

Herrn von einem haben uns findet er will einfach an uns ein Brief an die ihre Eier wenn ich dieses Fehlen der Seite dieses auf eine Steuerreform Großteil meiner Sicht entlarvt Humor im Falle sei jetzt ist jung hat sich meistens und je die unter 816 die drei von ganz seiner daß es soll das eine ganz an der Sohn eisern eine sehr eines der weiten verhindern Autoren einen Ball muß innerhalb einer auf die ganze Welt die 68er die Angst um mit tiefen Freund hätte eine demonstrieren des heftig daß er eingezahlt hatten sich um ihre Kinder zu kennen Freund dann sind die die sich aktiv die sind eine Orient für andere tragen durch den Ansätzen in den Vorstand den freien eilte Zinsen Mainzer die Liste Nase Fahrrad fahren

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