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Archive for the ‘Multi/medial’ Category

In his autobiography, John Densmore, the drummer for the rock

group the Doors, recounts an anecdote concerning an early television

appearance by the group, probably in 1967. Having taped an appear-

ance on a variety show, the Doors wanted to be able to watch

themselves on television. They therefore requested that a set be placed

in their backstage dressing room the night their performance was to be

broadcast. Because their segment had not yet come on when they were

ready to begin their concert, they took the television set onstage with

them, perching it atop an amplifier with the volume turned off. When

the Doors finally appeared on the television, they stopped playing mid-

song, turned up the television volume, and sat on the floor of the stage

watching themselves, their backs to the audience. When their segment

was over, they resumed playing.

 

 

Quelle: Philip Auslander, Liveness.

 

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Manchmal kann man es mit der Angst zu tun bekommen: Wenn man Zeuge wird, wie bereits junge Menschen es verinnerlicht haben, gewollte und bewusste  Gegensätze durch eine sprachliche Argumentation der Assimilation aufzuheben. Im konkreten Beispiel geht es um Bürgerlichkeit und ein sprachliches Verständnis darüber, was dieser entspricht oder nicht. Ferner ist es hier die Romantik, ein stark individuell veranlagtes Phänomenen, das allem zum Sprung verhilft. Gefunden in „Zeit Campus“: verschiedene junge Paare werden fotografiert und mit den gleichen Fragen interviewt. Eine Frage zielt auf die frühe Ehe von jungen Menschen. Warum kann man nicht zu dem stehen, was man tut. Warum immer versuchen es als anders, als hip darzustellen?

Der Welt? Was ist denn zum Beispiel der romantischste Punkrock von Europa? Ich hoffe man möchte mich nie für irgendetwas interviewen. Wer weiß wer dann vor der Tastatur sitzt und meine Antworten unter die Lupe nimmt.

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Es gibt, so sagt man, in Hollywood eine simple Regel: drehe niemals mit Tieren, auf Wasser und mit Russel Crowe. (Vielleicht erinnert sich noch jemand an Master and Commander) Nun, warum auch immer, jedenfalls gibt es State of Play, einen Thriller mit Russel Crowe als investigativen Journalist der alten Schule, der auf ein Mordkomplott und auf Milliardenschwere Konzerne trifft. Alles geht gut, die Bösen sind gefangen die Guten sind Helden, die neue Generation integriert, etc usw. Nicht wirklich spannend, nur der Auflösung wegen, die man sich herbeisehnt, damit man wieder weitermachen kann.

Aber spannend ist dann der Abspann, komischerweise. Weil irgendwie auch auf den ersten Blick nicht recht an rechter Stelle, dennoch überzeugend. Würde eigentlich mehr in die Sendung mir der Maus passen, aber es ist richtig erleichternd nach den allzu bekannten Thriller-Bildern in kurzen und knappen Bildern mal etwas zu sehen, das man vielleicht noch nicht kennt: Wie Zeitungen gedruckt werden. Wir verfolgen während des Abspanns den finalen enthüllenden Zeitungsartikel vom „Send“ des Artikels an die Grafik auf seinen Weg zur fertigen Zeitung. Einstellung für Einstellung führt man uns durch eine Druckerei, von Druckplatten zu Druckwalzen und riesigen Papierrollen, bis schließlich die gebündelten Zeitungen ihren Weg nach draußen finden. Eine leise Hymne auf den guten alten Printjournalismus, dazu noch Creedence Clearwater Revival mit Long As I Can See The Light.

Auf jeden Fall – Das überrascht dann doch, das man auch einmal etwas anderes gezeigt bekommt, etwas dass einen nach der ganzen Hollywood-Routine dann irgendwie verblüfft. Auch wenn es wie kitschige Nostalgie wirken kann, so wie es aufgezogen wird. Der kurze Moment der Verblüffung war spannend.

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State of Play

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Der Axel Springer Verlag hat im Internet ein Zeitungsartikelarchiv mit eingescannten Artikeln von 1966 bis 1968 ins Leben gerufen.

Auf der Seite http://medienarchiv68.de/ heißt es: Bis heute wird die Berichterstattung der Medien von Axel Springer über „1968“ und die Studentenbewegung kontrovers diskutiert. Nicht selten geschieht dies ohne Kenntnis der Berichte selbst. Mit dem Medienarchiv68 will die Axel Springer AG jedem den unkomplizierten Zugriff auf die Originalquellen ermöglichen, um sich selbst ein Bild zu machen.

Um sich selbst ein Bild zu machen, das klingt so wie Bild dir deine Meinung (oder auch: Bild[:] dir deine Meinung!) Der Axel Springer Verlag möchte mit Vorurteilen aufräumen. Zum Beispiel mit solchen, dass sie eine interessensgeleitete Meinungsmaschiniere sind. Ein Archiv von alten Artikeln kann dies sicher nicht bewerkstelligen. Wie gesagt, man muss sich selbst ein Bild machen, denn man kann es nun ja. Aber – vermindern Eingeständnisse wirklich die tatsächlichen Auswirkungen? Und 68 ist weit weg: wie haben die Schlagzeilen damals gewirkt? Heute wirken wiederum andere Schlagzeilen, die sich in 40 Jahren sicher auch anders bewerten lassen. Es ist immer auch der Blickwinkel, der Abstand, der auf das zu Betrachtende erheblichen Einfluss nimmt. Was ist das für ein Interesse hinter dieser Läuterung, dessen bisher 5.900 veröffentlichte Artikel bisher wohl kaum einer komplett angeschaut hat.

„Mein persönliches, vorläufiges Fazit: Wenn man genauer hinschaut, ergibt sich ein differenziertes Bild“, schreibt Mathias Döpfner im Editorial zum Medienarchiv 1968: „Kommentarzeilen wie ,Stoppt den Terror der Jung-Roten jetzt‘ (Bild Berlin, 7. Februar 1968) oder „Wer Terror produziert, muss Härte in Kauf nehmen“ (B.Z., 3. Juni 1967) werden immer wieder zitiert. Aber war ebenso bekannt, dass die B.Z.auch schrieb „Es ist ein Unding, einen Dutschke zum ,Volksfeind Nr. 1′ stempeln zu wollen“ (22. Februar 1968)“, fragt Döpfner. Und lässt dabei weg, dass der fragliche Kommentar Dutschke auch als „gar nicht so wichtig“ abstempelte, empfahl, „derartige Hassparolen“ den „Radikalen links und rechts“ zu überlassen, wobei mir Ersteren natürlich wieder die Studenten gemeint waren.¹

Dahinter kann nicht mehr stehen als Aufmerksamkeit, als Wiedergutmachung durch Dritte, durch den Beobachter, da man schließlich kein Problem damit hat, seine Archive zu öffnen und zu veröffentlichen. Springer möchte sein Bild des übermächtigen Verlags der 60er Jahre differenzieren, nur um sein Bild des Übermächtigen für heute damit zu stärken. Wer möchte einen wissenschaftlichen Diskurs darüber entwickeln und 6000 Zeitungsseiten auswerten. Wem spielt das ins Interesse. Das klingt beinahe nach Arbeitsbeschäftigung und Ablenkung. Man holt nie ohne Grund die Vergangenheit wieder hervor.

¹http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/heischen-nach-spaeter-genugtuung/

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Warum es dass Format Wetten Dass… noch gibt ist eine andere Frage, warum Gottschalk immer noch durch die Bilder irrt auch eine andere Frage. Auf jeden Fall sah eine Wette folgendermaßen aus: 5 Minuten Zeit, um fahrend auf einem Motorrad eine Pizza sowie einen Salat zuzubereiten und direkt ins Studio zu fahren. So weit so gut. Da hat einer verstanden, dass man Pizza frisch zubereitet genießen muss. Noch 30 Sekunden Zeit zu servieren, die letzten Basilikumblätter obendrauf, nachdem freihändig auf dem Motorrad  die Pizza in einen elektrobetriebenen Ofen über dem Lenker gesteckt wurde, ist die Wette nach Meinung der Sendung gewonnen. Hätte man doch vorher ausgemacht, dass diese Pizza auch essbar sein muss. Denn zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Pizza im Ofen verschwand und dem Zeitpunkt, an dem sie wieder herausgeholt wurde, hat sie sich nicht sichtlich verändert. Das merkte wohl auch Gottschalk, der nur die warm gewordenen Zutaten probierte, nicht aber das Tuch von einer Pizza. Trotzdem eine gewonnene Wette… sprich „Pizza“  heißt nicht „muss man auch essen können“. Oder mit Gottschalk: „Die ist warm! Die ist warm!“

Nachzusehen in der ZDF Mediathek.

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Endlich ein Trailer zu „The Limits of Control“, dem neuen Film von Jim Jarmusch.

he Limits of Control is the story of a mysterious loner (played by Mr. De Bankole), a stranger, whose activities remain meticulously outside the law. He is in the process of completing a job, yet he trusts no one, and his objectives are not initially divulged. His journey, paradoxically both intently focused and dreamlike, takes him not only across Spain but also through his own consciousness.

Trailer in besserer Auflösung hier.

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Alte Zeiten

… zuerst gab es nur Radio, dann kam die Schallplatte, die Kassette, die CD, schließlich die Mp3 und das Internet… was kommt danach? Erst analog, dann digital und schließlich was?

Ich bin was Vorlieben angeht in der Zeit stehen geblieben. Es ist zu schön, einer Schallplatte beim Rauschen zu lauschen, zu schön ein Mixtape aufzunehmen und zu verschenken, auch wenn man fast nirgends mehr die Möglichkeit hat eine Kassette einzulegen, wer hat denn sowas noch?

Kennst du noch das Gefühl vom Polaroid fotografieren? Das Foto gleich in der Hand zu haben und zuschauen zu können, wie es vor deinen Augen ensteht. Das schicke Format, die Geräusche beim Fotografieren, man konnte das Foto auseinander nehmen und konnte ihm ins innere sehen.

Jetzt gibt es Digitalkameras um schnell Fotos zu machen. Klick und auf der Speicherkarte und womöglich nie ein wirkliches Foto das du in die Hand nehmen kannst sondern ein paar Bytes versteckt auf Festplatten.

Aber warum ist alles digital geworden? Weil es nicht gut war? Weil es vergehe und nicht ewig hält wie angeblich die digitale Welt? Ich mag Veränderung, aber warum sollte man gewisse Dinge ändern, wenn es eigentlich nicht mehr besser gehen könnte.

Die digitale Welt bringt viele Möglichkeiten mit sich, die noch lange nicht ausgeschöpft sein werden. Doch in diesem Vorteil liegt auch ein Nachteil versteckt, denn es wird alles allzu beliebig. Man hat wenig Platz für solche Kreativität, die aufkam, als man nicht viel machen konnte, und sich deshalb handfeste Tricks ausdenken musste. Mehrere Kasettenrekorder, doppelt überspielen, Stereo, Kabel aufschneiden.

Kennst du noch den Kopierschutz der Kassette? Eine Kleine Kuhle auf der oberen Längsseite. Ein kleines Stück Tesa und sie lässt sich wieder überspielen.

Genug der Nostalgie. Was bleibt ist die Frage, wenn man die alten schönen Dinge nicht braucht, wenn sie abgelöst werden sollen, warum sie dann als digitales Pendant wieder auftauchen. Warum sich die digitale Welt wieder Limitationen gibt, wie sie die analoge hatte:

Auf www.makeamixa.com kann man sich einen USB-Stick in Form einer Kasette gesignen, ebenso wie die dazugehörige Hülle.

mixa

Man kann aus verschieden Grundfarben und vorgefertigten Designs wählen und auch selbst Bilder hochladen die aufs Tape sollen. Immerhin ist das Endprodukt dann etwas, das man in den Händen halten kann. „Undigital your digital“ heißt es auf der Homepage…

Noch besser wird es mit dem Konzept von NVDRS Tape. Der Clou ist folgender: Ein Mp3 Player in Form einer Kassette, mit USB und Kopfhöreranschluss. Begrenzt Platz und die Limitation auf abspielen, vor- und rückspulen. Und zwar spult man, indem man mit dem Finger an der (Band)Spule dreht. Ebenso lädt man auch die Batterie auf.

So soll „Analog Emotion“ mit „Digital Performance“ verbunden werden…

Willst du dir auf dem Computer mal deine Mp3s mit einem Grammophon anhören? Dann probier mal den Retroplayer:

Aber mein liebster Rückgriff in die analoge Welt ist Poladroid. Polaroid hat schon lange die Produktion eingestellt und die restlichen Filme sind längst nur noch in den Händen von sogenannten Polaroid-Künstlern… Jetzt gibt es ein kleines Programm mit dem man per Drag and Drop aus normalen Bilddatein Polaroids machen. Nun ja… wiederum Bilddatein, die aussehen wie Polaroids. Allerdings sehr authentisch und es wird einem wirklich sehr nostalgisch zu mute. Man kann sogar einstellen ob Fingerabdrücke und Abnutzungen mit aufs Bild sollen und man muss warten bis sich das Bild langsam offenbart. Nur in die Hand Nehmen und schütteln kann man es nicht. Aber die Geräusche sind sehr echt. Und wenn man viele Polaroids hintereinander macht, erscheint sogar eine augenzwinkernde Fehlermeldung…

Poladroid

Es sieht so aus, als ob es nicht mehr ist, als über alte Zeiten nachzudenken, eben Nostalgie. Denn die digitale Welt, wird die analoge nie ersetzen können und wenn sie klug ist, dann will sie es auch nicht…

Charlie Brown

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