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Das sonnenlose Wetter hat die Gemüter soweit erdrückt, dass es mittlerweile schon zu einer ersten Eskalation kam. Eine unbekannte Person nahm sich selbst zur Geisel und ließ über verschiedene Medien Forderungen verlauten: Öffnet den Himmel wieder, oder es wird Schlimmeres passieren. Wenn die Sonne nicht ab sofort zumindest ein paar Stunden pro Tag Strahlen spendet, kann nicht dafür garantiert werden, dass es lediglich bei Depressionen und Gemütsschwankungen bleibt.
Man weiß bisher wie man reagieren soll, und leider noch weniger, an wen diese Forderung überhaupt gerichtet ist. Verfügt denn jemand über die Sonne? Kann denn jemand die Menschheit durch Unbewusstes zu Depressionen führen, ihnen willkürlich Ressourcen verweigern? Wer kann das? Liegt das überhaupt in der Hand von jemandem?
Unter Umständen muss über die Theorie von einer “Lüge der Globalen Erwärmung” für Existenzberechtigungen und Ökonomie noch einmal in einer umdenkenden Weise nachgedacht werden, nämlich dahingehend, dass sich die Erwärmung in ihr Gegenteil verwandelt. Eine Erkältung. Hoffen wir, dass das nicht zu noch größeren Auseinandersetzungen führt und sich jene, denen man bereits mehr Sommer versprochen hatte, nicht zu sehr hinters Licht geführt fühlen.

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Mehr als eine Handvoll

Eigentlich passiert nicht viel anderes für ein paar Tage. Es ist erst einmal nicht viel los los, wenn man es mal in Ruhe und genauer betrachtet. Warum überhaupt schreiben, warum überhaupt gewichten. Dann ist es nun mal so, dass man zum Beispiel aus bestimmten Situationen nichts positives mehr ziehen kann. Wenn eine Veranstaltung früher vorbei ist und man nun noch mehr Zeit hat, bis die nächste beginnt und man sich dann ärgert. “Ich hätte jetzt eine geraucht, aber nun, was ich mache ich mit der ganzen Zeit.” Man muss wissen was man will, man kann nicht einfach immer eine rauchen. Stattdessen.
Entgegen all der Euphorie merkt man, wie einfach das Rauchen vieles gemacht hat. Vor allem wenn es darum ging, Zeit verstreichen zu lassen, Zeit zu überstehen. Wer erinnert sich noch an die Herren in den grauen Anzügen bei Michael Endes Momo? Sie haben den Menschen ihre Zeit abgekauft und sie anschließend in Zigarren gedreht und gnadenlos weggepafft. Jetzt macht das für meine Augen richtig viel Sinn. Worum geht es sonst beim Rauchen, als um Zeit.

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Notizen eines Nichtrauchers: Tag 1 – Aufhören ist ein Leichtes
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 2 – Gewohnheiten
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 3 – Belohnungsstrategien
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 4 – Alltag
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 5 – Zeitplan

ca. 4-5 Jahre alt

Tagein, Tag Fünf

Es gab Tage, da war ich nur in der Universität, um zu rauchen. So literarisch und grotesk vermag man die Wirklichkeit wahrnehmen. Einiges scheint aber dran zu sein. Allein die vielen Zeitpläne, die einen Tag, ob an der Universität oder nicht, auszuschmücken in der Lage sind. An manchen Tagen sah die Beschäftigung aus wie ein Verwendung der Zeit zwischen zwei Zigaretten. In diesem Sinne ist sämtliche Beschäftigung die Suche danach, was man alles in die Pause zwischen zwei Zigaretten legen kann. Die Welt ist eine Zwischenebene. Alles ist möglich, was sich von zwei Zigaretten umrahmen lässt. Aber in diesem Sinne ist wirklich alles möglich. Lässt man sich so sehr von dieser Idee einnehmen, dann fällt alles auseinander. Denn wo bleibt die nächste? Das Zwischendrin ist längst vorbei, es wird seit eh und je auf einen neuen Startschuss gewartet, aber der bleibt aus. Kein Signal, keine Hilfe. Was machen? Ist das wie im Fahrstuhl feststecken? Oder ist das vielmehr wie eingeschneit zu sein und endlich einmal alles zu tun von dem einen die Arbeit immer abgehalten hat? Oder ein gar ganz anderes Bild? Ein Uhr, die tickt, ein gleicher Rhythmus, eine Einteilung. Jetzt bleibt sie stehen. Kein späterer Zeitpunkt, keine nächste Beschäftigung pünktlich zum nächsten Gong. Was ist das letzte, das man gemacht hat? Macht man dies nun bis immer? Kommt ja keiner und sagt, dass man aufhören soll. Wenn einem das aber irgendwann komisch vorkommt, wenn man realisiert, dass keiner mehr den Takt bestimmt, dann kann man anfangen selbst den Takt zu bestimmen, nach vollkommen neuem Befinden. Nach eigenen Regeln. Hoffentlich hat man irgendwann einmal Taktgefühl beigebracht bekommen. Viel Spaß bei der Autodidaktik.

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Notizen eines Nichtrauchers: Tag 1 – Aufhören ist ein Leichtes
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 2 – Gewohnheiten
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 3 – Belohnungsstrategien
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 4 – Alltag

Argumentationslogik

Manchmal kann man es mit der Angst zu tun bekommen: Wenn man Zeuge wird, wie bereits junge Menschen es verinnerlicht haben, gewollte und bewusste  Gegensätze durch eine sprachliche Argumentation der Assimilation aufzuheben. Im konkreten Beispiel geht es um Bürgerlichkeit und ein sprachliches Verständnis darüber, was dieser entspricht oder nicht. Ferner ist es hier die Romantik, ein stark individuell veranlagtes Phänomenen, das allem zum Sprung verhilft. Gefunden in “Zeit Campus”: verschiedene junge Paare werden fotografiert und mit den gleichen Fragen interviewt. Eine Frage zielt auf die frühe Ehe von jungen Menschen. Warum kann man nicht zu dem stehen, was man tut. Warum immer versuchen es als anders, als hip darzustellen?

Der Welt? Was ist denn zum Beispiel der romantischste Punkrock von Europa? Ich hoffe man möchte mich nie für irgendetwas interviewen. Wer weiß wer dann vor der Tastatur sitzt und meine Antworten unter die Lupe nimmt.

Der vierte Tag

Das Wochenende ist vorbei. Das Beobachten seiner selbst ist vorbei, langsam muss man wieder etwas arbeiten, und das heißt, sich wieder konzentrieren. Und das ist nicht einfach. Denn alles was kurzweilig ist, und was man sonst nicht gemacht hat, das bereitet einem Freude. Aber all die Dinge aus dem Alltag, die sind schwer zugänglich. Da waren die Belohnungsstrategien, da waren die Gewohnheiten und man merkt, dass sie auf eine skurrile Art und Weise vieles zusammen gehalten haben. Da sitzt man nun, und weiß nichts mit sich anzufangen. Ist das die Euphorie der neuen Lebendigkeit? Kann nicht sein. Das sollte sich anders anfühlen. Das ist also dieser Text, den man bearbeiten sollte, und man schiebt ihn sich vor sich hin, immer wieder. Ein Telefonanruf, sehr gelegen, und überhaupt, man könnte mal wieder eine Kassette aufnehmen und aufräumen sollte man auch, sowieso, den Aschenbecher mal leeren und gleich reinigen, wegstellen. Ach ja, klingt nicht anders als sonst auch. Das Angenehme dem Nötigen vorziehen. Das hat nicht vordergründig mit dem Rauchen zu tun. Schiebt sich nun das Nichtrauchen als Grund vor? Wegen Nichtrauchens vorübergehend außer Betrieb. Bin unterwegs, muss andere Menschen suchen, um sie zu überzeugen wie übertrieben ich gerade drauf bin und ihnen die Zeit so kurzweilig wie möglich gestalten. Dennoch, das hat tatsächlich etwas lustiges, wie sich herausstellt. Es kann überschwappen.

Dann kommt man sich allerdings komisch vor, wenn man keine „Pflichten“ so richtig bewältigen kann und nur noch fähig zur Kurzweiligkeit, nur noch fähig nichts zu machen, dass man muss. Man hat aufgehört mit dem was man musste, man macht nur noch Dinge, die man wirklich mag. Das führt zu der Frage warum man manches nicht mag und manches überraschender Weise doch. Und um etwas praktisch positives daraus zu ziehen: die zwangsläufige bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst nimmt amüsante Züge an. Immer unter Strom. Wenn man nun wüsste diese Energie zu bündeln und zu „missbrauchen“, zum Beispiel für Dinge die keinen Spaß machen, das wäre großartig. Das wäre ein Schritt in eine interessante Richtung. Aber warum nicht auch erstmal genießen. Ist doch nichts verkehrt daran, bis tief in die Nacht Mixtapes auf Kassette aufzunehmen. Und das ist auch Arbeit, wenn man es bedenkt: Schließlich muss man permanent dabei sein und der Musik zuhören wie sie auf Magnetband geschrieben wird. Da kann man nicht einfach raus gehen und eine rauchen.

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Notizen eines Nichtrauchers: Tag 1 – Aufhören ist ein Leichtes
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 2 – Gewohnheiten
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 3 – Belohnungsstrategien
Notizen eines Nichtrauchers: Tag 5 – Zeitplan

Für den Ernstfall

Die Sonne lacht, sie hat wohl den Mond nackt gesehen.
Es regnet seit gefühlten drei Monaten,
ohne Unterbrechung,
ohne Pause.
Geht das Wasser nie aus?
Mein Saxofon macht tolle Töne,
ich sollte öfters spielen,
vor allem an Wochentagen.
Mein Fahrrad hat keine Schutzbleche.
Bei Globetrotter in der Kältekammer:
Minus 20 Grad können schon kalt sein.
Auch im Sommer.
Man sollte immer einen Koffer gepackt haben.
Für den Ernstfall.
Aldi hat die Preise erhöht,
keiner hat’s mitbekommen.
Ich hätte Lust eine zu rauchen.
Auf Zigaretten aber weniger Bock.
Neuer Spannbettbezug, die Wäsche riecht.
Magnesium Tablette in Wasserglas.
Der Tag kann kommen.
Wo bleibt die Musik?
Vorhang auf,
und wieder zu.
Morgen ist auch nur das Gestern von Übermorgen.
Zwei Jahre sind lang.
Wie die Zeit im Wartezimmer beim Arzt.
Ich schaue aus dem Fenster,
kann nichts erkennen.
Kein Wunder, es ist 1 Uhr.

15.08.2006

Der dritte Tag

Nun stellt sich die Wiederholung ein, das sonderliche geht vorbei. Während die ersten beiden Tage noch etwas neues hatten, wird der dritte Tag eine Kopie des zweiten, und diese Kopie wird sich ewig wiederholen. Tocotronic sehen das auf ihrer neuen Platte ebenso: „Ab heute werden wir ewig leben“. Was das Ganze dann wiederum aber interessant macht, sind die Differenzen die auftreten, denn keine Wiederholung ist exakt ident denkbar. Mittlerweile ist es ein hin und her in Gedanken darüber, was es heißt nicht mehr zu rauchen, warum man eigentlich geraucht hat, was also annehmbar daran war. Und dabei verfällt man dann doch in eine gewisse Nostalgie, die sich aber im nächsten Schritt auch wieder anders interpretieren lässt. Was hat eine Zigarette zu rauchen so stark gemacht? Ist es der Moment des Rückzuges? Der Rückzug in eine Welt, die sich von allem anderen gänzlich abgeschottet hat und und in Friede und Ruhe nur mit sich selbst existiert? Man könnte in dieser romantischen Laune sagen, das Rauchen war eine Welt, in die ich mich flüchten konnte, in der ich Abstand nehmen konnte. Oder aber von der ich immer wieder angezogen wurde, um die restlichen Welten überhaupt zu überstehen. Wie oft hat man vor allem anderen erst eine geraucht, und dann über alles weitere nachgedacht. Wie läuft das jetzt, wenn ich an Hürden gelange und vorerst nicht weiter weiß. Wie mache ich das nur ohne eine zu rauchen. Wie mache ich überhaupt etwas ohne davor oder danach eine rauchen zu können. Das klingt als hätte sich das Rauchen jedwede Situation als Ausgangspunkt ihrer selbst definiert. Entweder raucht man, damit es besser wird, oder aber alles ist, so dass man deswegen rauchen muss. Was für ein Schall und Rauch an Gedanken. Es lässt einen nicht los. Es lässt einen generell über Mechanismen nachdenken, derer man mehr und mehr bewusst wird. Es kommt zu dem Punkt, dass es in der Schlussfolgerung gar nicht mehr das Rauchen war, das gestört hat, sondern der Ablenkungs- und Gewohnheitsmechanismus, der nach wie vor existiert; und wenn es ganz schief geht, der sich nun nur einen anderen Träger sucht. Vor allem wenn das Rauchen zu einer Belohnungsstragie geworden war. „Jetzt das hier noch fertig machen, dann kann ich eine rauchen.“ „Ich rauche jetzt erstmal eine, dann kann ich mich an die Arbeit machen.“ „Das war aber anstrengend, jetzt muss ich eine rauchen.“

Die Belohnung. Klingt ja erstmal nicht verwerflich sich selbst zu belohnen, aber das verwerfliche daran ist der Vorwand. Und nach dem man mit dem Rauchen aufgehört hat, verliert man ebenso so die Möglichkeit, sich zu bestimmten Arbeiten mittels dem Rauchen „zu überreden“. Jetzt heißt es beim nicht-wieder-Rauchen auf einmal auch nicht-wieder-in-Mechanismen verfallen. Das ist eine viele weitere Dimension, die nicht auf der Hand lag und mir der man erstmal nichts zu tun haben wollte; man wollte doch nur nicht mehr rauchen und nicht gleich auch seine gesamte Konditionierung überdenken. Aber was für eine Möglichkeit, warum sollte man die nicht wahrnehmen. Dann heißt es also beobachten, falls es der Fall wird, welche alternativen Möglichkeiten der Belohnung und Gewöhnung man sich erbauen wird, um zurecht zu kommen. Oder wird man es überhaupt, kann man vielleicht auch ohne diese Strategien leben?

Wenn man dann nachts in der Küche steht und darüber sinniert, was man sich noch in den Mund stecken könnte oder auch wenn man den gekauften Bierkasten auf den Balkon stellt, dann sind solche Fragen höchst interessant.

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Notizen eines Nichtrauchers: Tag 5 – Zeitplan

Tag 2
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Rauchen ist Kopfsache. Ganz beliebter Satz. Ich würde mal sagen, so wie er wahrscheinlich gemeint ist – als Motivation, dass man es auch lassen kann – ist er einfach falsch. Was am Rauchen am meisten stört ist Körpersache. Was dem Kopf seine Sache ist, die macht am meisten Spaß. Das sind die Bilder, das sind die Gedanken. Das sind die Gefühle. Allein vom Kopf her, ist das Rauchen erst einmal nicht wirklich etwas verwerfliches. Aber man kann beim Rauchen den Kopf nicht vom Körper abstrahieren; man muss da schon gemeinsame Sache machen. Der Körper ist das richtige Stichwort. Am zweiten Tag war mir nicht nur bewusst, dass ich nicht mehr rauchen will, mir war auch mit einem Schlag mein Körper noch ein weites Stück bewusster geworden. Das Rauchen lasse ich sein und paradoxerweise wird es dadurch präsenter als je zuvor. Ich begreife was für Automatismen mich beherrscht haben. Jetzt mache ich das hier noch fertig, dann kann ich eine rauchen. Hm, wenn ich das Brot aufgegessen habe, dann rauche ich eine. Das ist wirklich spannend zu merken, wie viele Gedanken sich um das Rauchen gedreht haben. Jetzt nehme ich sie alle alle war, sie bleiben offensichtlich im Raum stehen, weil sie nicht zur Handlung werden, und verweilen auf dem Abstellgleis – mein Kopf. Man könnte meinen, wenn man raucht, raucht man eigentlich gar nicht, zumindest nicht bewusst, weil man es überhaupt nicht mitbekommt. Weil es so automatisch abläuft. Wie Atmen. Wer stellt sich hin und behauptet, er sei Atmer? Keiner, aber alle sind es. Umgekehrt weiß man erst, dass man geraucht hat, wenn man wieder aufhört. Oder: erst dann bemerkt man, was „ich rauche“ wirklich bedeutet. Jeden Impuls, der durch das Rauchen entsteht, den spürt man nun höchst bewusst, da man sich ihn allen verweigert und die Impulse das erstmal nicht wahrhaben wollen. Das ist keine Weisheit, das ist nur das Phänomen des Bewusstseins, das oft nur über Negationen oder Verluste aktiv wird.
Was mich am Rauchen oft gestört hat, war die Gewohnheit. Das führte manchmal dazu, nach ein paar Zügen die Zigarette wieder auszumachen, weil man ganz vergessen hatte, wieso man sie überhaupt angemacht hatte. Die Momente der Verwunderung. Warum habe ich jetzt überhaupt eine gedreht, nur um dann auf dem Balkon in einem Filmriss zu stehen. Das ist die Macht der Gewohnheit. Das lässt sich nicht wirklich spüren, aber bemerken. Das sind die Momente, wenn man merkt, man muss gar nicht viel früher irgendwo sein, weil man nicht noch vorher eine rauchen muss. In Endeffekt findet man im Tag viel Zeit und viele nun leere Momente. Allerdings weiß man im ersten Anlauf auch in keinster Weise etwas damit anzufangen. Dann heißt es sich erstmal Ablenken. Irgendwie damit fertig werden, dass auf einmal permanent Energie entsteht, da man seinen Körper nicht mehr betäubt. Ihn nicht mehr in einem bekannten Zustand hält. Das war ein unheimlich schönes Gefühl, sich selber mehr zu spüren und sich auch gut zu fühlen. Unheimlich aber auch, weil man zunächst Überfordert ist, damit umzugehen. Das führt zu einem Zustand, der sich mit Gaga beschreiben lässt. Sich zu konzentrieren ist in diesem Zustand  fast unmöglich. Ganz nach der Devise unter Strom. Eigentlich wollte man ja weg von diesen Zuständen, in Endeffekt bekommt man sie aber erstmal nur umso gesteigerter.
Der erste Tag ohne Zigarette hatte wegen seiner Premiere noch eine Aufregung mit sich, die ihn schnell vergehen ließ. Aber wie wird es sein, den Weg immer wieder zu gehen. Und dann wieder an die Bindung an die Unendlichkeit erinnert zu werden. Aber bei all dem Pathos, lässt sich übersehen, dass es die kleinen Dinge sind: wenn man seit langem wieder ohne Grund grinsen kann. Einfach nur, weil einem ein gewisser Gedanke gefällt. Zu merken, wie das Rauchen der bestimmende Gedanke gewesen war, führt dazu, all die anderen Gedanken wieder zu finden, die keinen Weg durch den Nebel fanden.

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